Historischer Verein des Kantons Schaffhausen

Aktuell


Das neue Vortragsprogramm mit Schwerpunkt Reformation / frühe Neuzeit ist da!

Martin Luther und der Reformation ist dieser Tage kaum auszuweichen. 500 Jahre ist es seit dem Wittenberger Thesenaushang. In Schaffhausen hallten die Hammerschläge des Augustinermönchs und Reformators in spe zwar nicht schon 1517 wieder, sondern erst etwas später – für einmal aber nicht allzu viel. Denn schon 1529 gesellte sich Schaffhausen als vierter eidgenössischer Stand zu den Reformationsstädten. Der epochalen Wende gedenkt der Historische Verein mit dem aktuellen Vortragsprogamm. Es ist ganz der Wendezeit nach 1500 gewidmet – einzig der Vortrag zur GV im März 2018 erlaubt sich, ein anderes epochales Ereignis aufzunehmen: Die Russische Revolution von 1917.

Den Auftakt macht am 31. Oktober Professor Dr. Bernd Roeck von der Universität Zürich mit seinem Epochenüberblick: Eine Welt zwischen Aufbruch und Apokalypse – Europa um 1500″. Professor Roeck skizziert eine Zeit voller Widersprüche, geprägt von glühender Frömmigkeit und religiösem Reinigungswahn ebenso wie der weltzugewandten Lust am Schönen – man denke nur an die Begeisterung für alles Antike. Mit Kolumbus‘ Fahrten bis Amerika begann sich der Horizont zu weiten; kurz nach der Jahrhundertwende malt Leonardo seine „Mona Lisa“. Zugleich erfährt der „Hexenhammer“, die fürchterliche Gebrauchsanweisung der Hexenverfolgung, immer neue Auflagen, und in Florenz seziert Machiavelli mitleidlos die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse. Mit dem zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts wird Kopernikus seine Himmelsrevolution beginnen, derweil die Mächtigen auf Erden ihre Kriege ausfechten, Hunger und Seuchen den harten Alltag der Menschen prägen.